Holzwurm

Wenn der Wurm drin ist…

Der Holzwurm ist eigentlich nur die Larve holzzerstörender Käfer, zum Beispiel des Hausbocks (Hylotrupes bajulus). Dieser legt seine Eier in Risse und Spalten von Nadelholz ab. Nachdem die Larve (Holzwurm) schlüpft, lebt sie zwischen 3 und 10 Jahre, nach manchen Quellen sogar 15 Jahre, im Holz. Und was macht sie dort die ganze Zeit? Das was sie am besten kann… sie frisst und frisst und frisst. Das kann mitunter dazu führen, dass ganze Dächer einstürzen, weil die Balken so zerfressen sind, dass sie das Gewicht des Daches nicht mehr tragen können. Allerdings kann ein Dachstuhl, bei dem ein Befall frühzeitig festgestellt wird, gerettet werden.

Dachstuhl
Außen hui… (Dachstuhl 7 Jahre alt, Bezirk Weiz)
Befallener Balken
innen…

Wie bekämpft man einen Holzwurm?

Wir von Döltlmayer Schädlingsbekämpfung haben uns darauf spezialisiert, Holzwürmer in Dachstühlen zu bekämpfen. Wie wird dabei vorgegangen? Zuerst werden die Balken an den Kanten abgeklopft („anbeilen“), um den Befall zu lokalisieren zu können. Anschließend wird das befallene Holz und das Bohrmehl der Holzwürmer entfernt („abbeilen“).

Abbeilen
Beim Abbeilen
Dübel für Holzwürmer
Nach dem Abbeilen werden versetzt Löcher gebohrt und mit einem Spezialwerkzeug eigens dafür entwickelte Dübel eingeschlagen.
Holzbehandlung
Nun wird ein Insektizid in das Holz eingebracht, das sich im trockenen Holz ausgezeichnet verteilt

Zum Schluss wird der ganze Dachstuhl mit einem Insektizid eingesprüht, damit es zu keinem neuerlichen Befall durch zufliegende Käfer kommen kann.

Kann man einen Holzwurm auch giftfrei bekämpfen?

Ja, das ist möglich. Durch ein thermisches Verfahren wird das Holz eine Stunde lang auf eine Temperatur von über 55°C erhitzt. Über 50°C stockt (kumuliert) das Eiweis im Körper der Larven, was zu deren Tod führt. Dieses Verfahren hat allerdings zwei entscheidende Nachteile.
Erstens: Wegen des zu hohen Wärmeverlustes ist es nur in warmen Monaten durchführbar.
Zweitens: Da es sich nur um eine bekämpfende Maßnahme handelt, ist das Objekt nicht langfristig geschützt. Das heißt, es ist möglich, dass am nächsten Tag wieder ein Käfer zufliegt, Eier legt und das Objekt wieder befallen ist.

Wie erkennt man einen Holzwurm?

Wie bereits erwähnt, ist der Holzwurm nur die Larve eines Käfers. Jede Käferart hat ihre unterschiedlichen Merkmale und Vorlieben. 1 bis 2 Milimeter große runde Löcher im Holz weisen beispielsweise auf den Gewöhnlichen Nagekäfer (Anobium punctatum) oder den braunen Splintholzkäfer (Lyctus brunneus) hin. Ovale, 5-10 mm große Löcher sind ein Hinweis auf einen Befall durch den Hausbock (Hylotrupes bajulus). Ein weiteres Erkennungsmerkmal, ist das Bohrmehl, das aus den Löchern oder Spalten im Holz rieselt. Beim Hausbock enthält es tonnen- oder walzenförmige Kotpillen. Diese kann man mit guten Augen oder mit Hilfe der Zoomfunktion einer Handykamera erkennen. Die Kotpillen des gewöhnlichen Nagekäfers dagegen haben die Form einer Zitrone, oder einer Zigarre. Diese sind mit freiem Auge fast nicht mehr zu erkennen.
Die Larve des braunen Splintholzkäfers hingegen, scheidet Bohrmehl ohne erkennbare Kotpillen aus.

Hausbock-Kotpillen
Kotpillen Hausbock